Donnerstag, 20. November 2008

Übernahme: NAVTEQ schluckt deutsche T-Systems Traffic GmbH

NAVTEQ, Anbieter digitaler Kartendaten für Fahrzeugnavigation und ortsbezogene Lösungen, übernimmt die T-Systems Traffic GmbH (T-Traffic), Anbieter von Verkehrslösungen in Deutschland. Die Akquisition ist ein weiterer wichtiger Schritt und untermauert die Strategie von NAVTEQ, umfangreiche, qualitativ hochwertige Verkehrsinformationen in Europa anzubieten.

T-Traffic gilt als Fachexperte für Verkehrslösungen in Deutschland, einem der führenden Märkte innerhalb der europäischen Navigationsindustrie und Hauptsitz vieler Automobilhersteller. Das Unternehmen beschäftigt rund 55 Mitarbeiter. Die Verkehrslösungen von T-Traffic umfassen auch Daten von privaten Verkehrsquellen. Als Anbieter von Verkehrsdaten und Entwickler von Lösungen und Navigations-Services in Deutschland gehören auch die Gerätehersteller von portablen Navigationssystemen, Automobilhersteller und die Telekommunikationsindustrie zum Kundenstamm.

T-Traffic setzt dabei auf Technologien, um die Daten und Informationen zum Verkehrsaufkommen zu erheben. Dazu zählen unter anderem die von Behörden erfassten Daten sowie Informationen, die sich über den Einsatz von Mobilfunk- und Festnetz ermitteln lassen. Damit ergänzen die T-Traffic-Technologien die Lösungen von NAVTEQ, die bereits erfolgreich in Nordamerika eingesetzt werden. Ziel ist es, die neu dazugekommen Ressourcen von T-Traffic zur Entwicklung von Verkehrsprodukten weltweit einzusetzen. In Kombination mit den von Gemeinden erstellen Verkehrsdaten von Navigationsgeräten und Mobiltelefonen lassen sich Verkehrslösungen weltweit schneller einführen.

Ebenso ergänzt T-Traffic die NAVTEQ-Services und die digitale Karte auch um Telematiklösungen. „Die Übernahme untermauert unsere Strategie, hochleistungsfähige Verkehrslösungen in Europa anzubieten und die Entwicklung solcher Services weltweit voranzutreiben“, erklärt John MacLeod, Executive Vice President, NAVTEQ Connected Services. „T-Traffics Know-how wie sich gesammelte Verkehrsdaten nutzen und integrieren lassen, werden künftig in das weltweite Verkehrsverarbeitungssystem von NAVTEQ integriert. T-Traffic verfügt über Verkehrsinformationen, die ganz entscheidend zum Ausbau des Verkehrsportfolios von NAVTEQ in Europa beitragen werden.“

„Die Ressourcen von T-Traffic sind eine wichtige Komponente, um die Verkehrslösungen von NAVTEQ zu erweitern und deren Technologien auszubauen“, kommentiert Werner Biet, Managing Director bei T-Systems Traffic. „Deutschland ist dabei einer der wichtigsten Märkte für die NAVTEQ- Verkehrslösungen. Dabei werden auch künftig die Verkehrsinformationen auf Basis von Mobilfunkdaten eine wichtige Rolle spielen.“ Die Übernahme unterliegt den üblichen Bedingungen und wird voraussichtlich 2009 vollzogen werden.

Über T-Systems Traffic
Die T-Systems Traffic GmbH ist einer der führenden Anbieter von dynamischen Mobilitätsdiensten. Mit dem Premium-Verkehrsinfo-Dienst TMCpro liefert T-Traffic nahezu in Echtzeit zuverlässige Informationen über den Verkehrsfluss auf deutschen Fernstraßen. Auf deren Basis leiten mobile Navigationssysteme den Autofahrer bei Bedarf direkt um die Verkehrsbehinderungen herum. Als einer der Pioniere im Bereich der Telematikservices setzt T-Traffic auf Technologien, um Verkehrsdaten aus einem umfangreichen Netzwerk an Landesmeldestellen oder auch Brückensensoren, mobilen Flotten oder Mobiltelefonen zu sammeln und aufzubereiten. Als Partner der Automobil- und Telekommunikationsindustrie entwickelt T-Traffic qualitativ hochwertige Produkte und Lösungen, die verlässliche Verkehrslösungen für Unternehmen und Verbraucher ermöglichen.
www.t-traffic.de

Über NAVTEQ
NAVTEQ ist ein führender Anbieter umfassender Karteninformationen für Fahrzeug-Navigationssysteme, mobile Routenführer, Kartenlösungen im Internet sowie Behörden- und Geschäftslösungen. NAVTEQ erstellt digitale, navigierbare Geodaten, die weltweit Navigation und ortsbezogene Lösungen (Location-based Services) unterstützen. Das Unternehmen wurde 1985 gegründet. Der Firmensitz ist in Chicago, Illinois. NAVTEQ beschäftigt mehr als 3.800 Mitarbeiter und verfügt über 194 Büros in 42 Ländern. Der europäische Hauptsitz befindet sich im niederländischen Veldhoven. NAVTEQ ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Nokia Corporation.
www.navteq.com

Über Nokia
Im Bereich Mobilität ist Nokia das weltweit führende Unternehmen und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Gestaltung und zum Wachstum der konvergierenden Internet- und Kommunikationsbranche. Nokia verfügt über eine breite Produktpalette und bietet den Menschen eine Vielfalt an Erlebnissen – bei der Verwendung von Musik-, Navigations-, Video-, TV-, Spiel- und Fotografiefunktionen sowie bei dem Einsatz in Unternehmen. Schwerpunkt sind die Entwicklung und der Ausbau von Internet Services für Verbraucher und die Lösungen und Software für den Einsatz im Unternehmen. Darüber hinaus bietet Nokia Siemens Networks Infrastruktur-Equipment, Lösungen und Dienste für Kommunikationsnetzwerke.
www.nokia.com

Dienstag, 11. November 2008

Autodesk und OSGeo: Neue FDO-Provider für GE Smallworld und Microsoft SQL-Server 2008

Die Feature Data Object (FDO)-Technologie wurde ursprünglich von Autodesk entwickelt und für die Open Source Geospatial Foundation (OSGeo) freigegeben. Mittlerweile ist es ein Projekt der Open Source Community. Die FDO-Technologie für den Datenzugriff erlaubt es, relationale Datenbanken, Dateien und webbasierte Services zu nutzen, ohne Konvertierungsaufwand oder Datenverluste in Kauf nehmen zu müssen.

Die beiden neuen FDO-Provider sind im Autodesk Subscription Programm für AutoCAD Map 3D und Autodesk MapGuide Enterprise erhältlich. Der FDO-Provider für Microsoft SQL-Server 2008 wird darüber hinaus auch von der OSGeo über das FDO Open Source Projekt zur Verfügung gestellt. Zusätzlich hat die Open Source Community neue FDO-Provider für IBM Informix, KML und PostGIS entwickelt. Die neuen Provider ermöglichen den Anwendern einen leichteren Zugang zu Daten sowie deren einfachere Ansicht, Bearbeitung und Analyse.

Mehr zum Thema FDO:

The Feature Data Objects API provides a generic, command-based interface to a number of back-end data source technologies for storing, retrieving, updating, and analyzing GIS (Geographic Information System) data.

FDO provides a model for extending its interface to additional data source technologies. The generic API is extensible, and it is possible to add custom commands to a particular provider. A provider is a specific implementation of the FDO API that provides access to data stored in a particular data source technology. For example, the OSGeo FDO Provider for MySQL provides access to GIS data stored in a MySQL database, and the OSGeo FDO Provider for SHP provides access to GIS data stored in a SHP file. The extent to which a provider implements the FDO API is limited by the native capabilities of the underlying data source technology.

A client application creates a connection to a provider and then uses the connection object to create command objects for FDO actions such as Select. The client uses the command object to set the command parameters with the option of leaving some parameters with default values. Where appropriate such as in the case of Select, execution of the command returns a reader object containing the results of the command.

A client application can use the FDO Capabilities API to determine what services a particular provider offers. For example, the OSGeo FDO Provider for SDF supports the insertion of data, and the OSGeo FDO Provider for WMS does not.

The storage of FDO feature data can be modeled as a containment hierarchy.

  • A data source may contain one or more data stores.
  • A data store may contain one or more feature schemas and one or more spatial contexts.
  • A feature schema may contain one or more features classes.
  • A feature class contains a feature geometry, optionally one or more non-feature geometry properties, and optionally other types of properties.
A geometry is represented using geometric constructs either defined as lists of one or more XY or XYZ points or defined parametrically, for example, as a circular arc. While geometry typically is two- or three-dimensional, it may also contain the measurement dimension (M) to provide the basis for dynamic segments. FDO Geometry is based on the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL (version 1.1, document 99-049), but is extended to include z and measure dimensions and circular arcs.

http://fdo.osgeo.org/
http://fdo.osgeo.org/OSProviderOverviews.html
http://www.autodesk.com/fdo

eagle-eye-Viewer: Georeferenzierte Videosequenzen aus Straßenbefahrung verfügbar

Ab sofort erweitert die Visualisierungssoftware eagle-eye-Viewer das Produktportfolio von eagle eye technologies. In einem digitalen Stadtplan können Nutzer georeferenzierte Bilder und Videosequenzen aus der Straßenbefahrung abrufen. Dabei kann die Software auf beliebige Kartengrundlagen zurückgreifen.


An welcher Stelle genau steht die defekte Ampel? Wie groß ist das Schlagloch? Derartige Fragen lassen sich direkt vom Schreibtisch aus mit einem Mausklick klären. Für eine effiziente Visualisierung der mit der Straßendatenerfassung gewonnenen Informationen entwickelte eagle eye technologies jetzt eine eigene Software. Während der Befahrung werden die Straßen nicht nur photogrammetrisch erfasst, sondern zeitgleich auch mit hochauflösenden Videokameras aufgenommen. Auf einer digitalen Stadtkarte werden die georeferenzierten Bilder der Straße dargestellt.

Als Hintergrund können auch aktuelle Karten aus Google eingebunden werden. Der Nutzer kann mit den Pfeiltasten virtuell die gewünschten Straßen abfahren und durch einen Klick dort aufgenommene Bilder abrufen. Dies ist zum einen für Verantwortliche zur Straßenerhaltung und -instandsetzung zu Nachbearbeitungs- und Dokumentationszwecken dienlich. Zum anderen können Kommunen mit solchen Funktionalitäten ihren Online-Auftritt aufwerten, indem Besucher für sie interessante Straßenabschnitte online so erkunden können als wären sie bereits vor Ort.

"Nutzt die Kommune unseren Viewer kann sie somit direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen", erklärt Dr. Johannes Ludwig, Geschäftsführer von eagle eye technologies. "Allerdings besteht für den Einsatz der Software nicht die Notwendigkeit, von uns die Straßendatenerfassung zur Zustandsbewertung vornehmen zu lassen. Das System kann auch losgelöst von unseren Daten zum Einsatz kommen."

www.ee-t.de

Montag, 10. November 2008

Personalie: David Arctur Joins OGC as Director Interoperability Programs

The Open Geospatial Consortium (OGC) announced that Dr. David Arctur has been appointed as a Director, Interoperability Programs for the Consortium. In his new position, Dr. Arctur plans and manages OGC Interoperability Initiatives which include testbeds, pilots and experiments - all designed to develop, test and validate new standards that promote improved access to and application of geospatial information in decision making.

As part of the OGC's Interoperability Program team, Dr. Arctur is leading the sixth OGC Web Services (OWS-6) Interoperability Initiative, a major testbed activity.

Dr. Arctur's appointment to the OGC's staff underscores the Consortium's commitment to maintaining technology leadership as the preeminent consensus standards organization in geospatial technology and location based Web services.

"David has been a valued member of the OGC community almost from the Consortium's inception," said Mark Reichardt, OGC's President and CEO. "We are fortunate indeed to have him on staff now to play a key role in advancing OGC Interoperability Initiatives."

Dr. Arctur has dedicated his career to advancing the power of geospatial information and technologies for the benefit of decision makers, educators and researchers worldwide. Most recently, he served as President and Chief Technology Officer for the OGC Interoperability Institute (OGCii), a non-profit organization promoting greater interoperability of scientific information resources. Before OGCii, he served ESRI as a data architect and interoperability engineer. Prior to that position, he served as Chief Scientist at the US subsidiary of Laser-Scan, Ltd. He received his BS and MS in Electrical Engineering at the University of Texas at Austin, and his PhD in Urban and Regional Planning at the University of Florida.

The OGC® is an international consortium of more than 365 companies, government agencies, research organizations, and universities participating in a consensus process to develop publicly available geospatial standards. OpenGIS® Standards support interoperable solutions that "geo-enable" the Web, wireless and location-based services, and mainstream IT. OGC Standards empower technology developers to make geospatial information and services accessible and useful with any application that needs to be geospatially enabled.

www.opengeospatial.org

2. Auflage: "GEODIENSTE im Internet" in aktualisierter Version erhältlich

Die überarbeitete Versions des Leitfadens "GEODIENSTE im Internet" wurde zur Intergeo von der Koordinierungsstelle GDI-DE veröffentlicht.

Der Leitfaden für den Aufbau und Betrieb von Geo-Diensten ist grundsätzlich für den Gebrauch in allen öffentlichen Einrichtungen geeignet. Er enthält Informationen für Entscheider auf der Leitungsebene, aber auch viele fachliche und technische Details für das beratende und ausführende Fachpersonal.

Download (pdf-Datei, 2,4 MB):
www.gdi-de.org/de/download/Geodienste_Leitfaden2.pdf